Die Eignungs- und Mandatsprüfung ist der erste Schritt für internationale Unternehmen, die in Deutschland geschäftlich tätig werden möchten. Sie klärt, ob ein Unternehmen mit seiner Gesellschafterstruktur, Herkunft, Branche und den geplanten Zahlungsströmen für den deutschen Markt zugelassen werden kann. Zugleich schützt sie Berater, Steuerberater und Rechtsanwälte davor, ein rechtlich unzulässiges Mandat anzunehmen. Dieser Artikel beantwortet die Frage nach Ablauf, Kosten, Zeitrahmen, Voraussetzungen und Risiken.
Was wird bei der Eignungs- und Mandatsprüfung betrachtet?
Die Prüfung umfasst mehrere Dimensionen, die Aufschluss über die Seriosität und Rechtskonformität des Unternehmens geben:
- Gesellschafterstruktur: Wer sind die wirtschaftlich Berechtigten? Ist die Eigentümerkette bis zur natürlichen Person nachvollziehbar?
- Herkunftsland: Liegen Sanktionen, Embargos oder besondere Länderrisiken vor?
- Branche: Ist die Geschäftstätigkeit in Deutschland erlaubnispflichtig oder frei?
- Geldfluss: Lassen sich Herkunft der Mittel und geplante Zahlungswege plausibel nachvollziehen?
- Lizenzen: Verfügt das Unternehmen über alle notwendigen behördlichen Genehmigungen?
- Ausschlussfälle: Gibt es Umstände, die eine Zusammenarbeit verbieten, etwa Geldwäscheverdacht oder Verstöße gegen das Außenwirtschaftsrecht?
Offizielle Register und Behörden
Für die Prüfung werden öffentliche Register und offizielle Datenbanken herangezogen. Die wichtigsten Stellen sind:
- Handelsregister / Unternehmensregister: Auskunft über Rechtsform, Sitz, Vertretungsbefugnis und offengelegte Jahresabschlüsse.
- IHK (Industrie- und Handelskammer): Beratung zu Gewerbe

